Brandretter bereiten sich auf Stress vor
Um- und Ausbau des Gerätehauses wird vollendet – Neues Fahrzeug
Horst Zeinert gehört der Wehr 50 Jahre an. Vize-Bürgermeister Frank Riese ehrte ihn.
Für die Feuerwehr Burhave beginnen zwei stressige Jahre. Denn neben der Erweiterung der Fahrzeughalle im Feuerwehrhaus muss auch ein neues Löschgruppenfahrzeug konzipiert und angeschafft werden.
Arbeiten Mitte 2013
Mit diesem Blick in die Zukunft beschäftigte sich Ortsbrandmeister Stefan Hobbie während der Jahreshauptversammlung der Burhaver Wehr im Rathaussaal. Die Feuerwehr habe bereits ihre Zusagen eingehalten und sehr viel Eigenleistung in den Um- und Ausbau des Feuerwehrhauses gesteckt, fasste Hobbie zusammen. Lediglich der Umbau der Toilettenanlage sei noch offen, aber bereits begonnen. Nun sei es an der Zeit die erforderliche Erweiterung der Halle zu planen, so dass die Bauarbeiten im Sommer 2013 erledigt werden könnten.
Ein späterer Termin komme für ihn nicht in Frage, unterstrich der Ortsbrandmeister. Denn auch das neue Löschgruppenfahrzeug werde viel Arbeit bedeuten. Die Übergabe des neuen Wagens komme auch bei den engen Gemeindefinanzen für ihn nur Mitte 2014 in Frage. Länger lasse sich die Ersatzbeschaffung angesichts des Zustandes des jetzigen Fahrzeuges nicht hinausschieben, sagte Hobbie.
Neben den Fragen der Zukunft beschäftigte sich die Burhaver Wehr auch mit dem Jahr 2011. Zu insgesamt 27 Einsätzen rückte die Wehr aus – darunter auch ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Toten und der Großbrand eines Stallgebäudes in Widders.
Daneben habe die Feuerwehr vor allem die Ausbildung intensiviert, erinnerte Stefan Hobbie. So wurden bei drei Übungen die Aufgaben der Burhaver Brandretter hervorragend abgearbeitet. Vor allem die Übungen in der Grundschule und im und am Kirchturm seien herausragend gewesen. Geübt wurde auch die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen bei einem Seminar der Gemeindefeuerwehr. Dieses Seminar habe auch gezeigt, dass die Burhaver Wehr für Verkehrsunfälle sehr gut ausgebildet und ausgestattet sei. Lediglich die Rettungsschere werde in einigen Jahren wohl gegen ein leistungsstärkeres Gerät getauscht werden müssen.
Die Zusammenarbeit mir dem Rettungsdienst des Landkreises wurde an zwei Dienstabenden verbessert. Neben einem theoretischen Teil, bei dem sich Feuerwehr und Rettungsdienst über die unterschiedlichen Arbeitsweisen austauschten, wurde beim zweiten Termin mit den Geräten der Burhaver Wehr praktisch gearbeitet.
Mit der Mitgliederzahl 40 zeigte sich Ortsbrandmeister Hobbie zufrieden, denn es sei gelungen, trotz sechs Austritten aus der aktiven Wehr durch Übertritte in die Altersabteilung und Wohnortwechsel die Mitgliederstärke stabil zu halten. Dennoch brauche es in Zukunft wieder verstärkt Männer und auch Frauen.
Dass die Feuerwehr angesichts vieler Einsätze und belastender Momente hervorragende Arbeit geleistet habe, sagte der stellvertretende Bürgermeister und Feuerwehrausschuss-Vorsitzende Frank Riese. Die Wehr zeige eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und einen schon traditionell hohen Ausbildungsstand. Das belege auch die Tatsache, dass 23 der 40 Mitglieder einsatzbereite Atemschutzgeräteträger seien. Das sei eine ganz unglaubliche Quote, sagte Riese.
Seit 50 Jahren ist Horst Zeinert Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Burhave. Dafür wurde er während der Jahreshauptversammlung vom stellvertretenden Bürgermeister mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen geehrt. Riese dankte ihm für seine Zuverlässigkeit.
Zum Oberbrandmeister wurde Ortsbrandmeister Stefan Hobbie vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Dietmar Wiggers befördert. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Jochen Eilers wurde zum Brandmeister befördert. Ihre Ernennungsurkunden zu Feuerwehrmännern erhielten Sascha Segger, Christof Modro und Lars Edelmann. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Lukas Mayer und Jan Christian Seebeck ernannt.
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